Das Gemeindezentrum Zur Heiligsten Dreifaltigkeit

Das Bauwerk der Gemeinde wurde von Anfang als Gesamtwerk konzipiert. Es umfasst Kirche, Gemeindehaus, Pfarrbüro und Kloster.  

Die Kirche als Gotteshaus wurde der Heiligsten Dreifaltigkeit geweiht. Als Teil der Kirche muss der großzügige Vorplatz mit einer breiten Treppe angesehen werden.

Das Gemeindehaus ist zweigeschossig konzipiert:
Das Untergeschoss, das auch von der Klockhstraße aus zugänglich ist, wird fast ausschließlich von der Jugend genutzt.
Das Erdgeschoss steht für Feste, Vorträge, Sitzungen und Versammlungen zur Verfügung.

Das Pfarrbüro mit der Pfarrwohnung bilden einen Eckpfeiler des Komplexes an der Abzweigung Mittelberg-/Klockhstraße.

Das Kloster wurde ursprünglich für die Patres der "Oblaten der Jungfrau Maria" gebaut. Fast 37 Jahre bot es den Patres Heimat, Wohn- und Arbeitsraum. Im Jahre 2005 wurde das Kloster aufgelöst und im Jahr darauf an einen privaten Investor verkauft. Heute beherbergt es eine Gemeinschaftsunterkunft für Asylbegehrende.

Geschichte des Gemeindezentrums

Der Mittelberg entsteht

Durch die Ausdehnung der Stadt Biberach in Richtung Südwesten wurden die neuen Wohngebiete Mittelberg und Galgenberg errichtet. Die Kirchengemeinde Sankt Martin erwarb bereits 1955 ein großes Baugrundstück um Freiraum für eine Kirche zu schaffen.

Etwa die Hälfte dieses Platzes kaufte sechs Jahre später die Deutsche Oblatenprovinz zum Bau ihres Klosters. Die andere Hälfte blieb im Besitz der Kirchengemeinde.

Der heilige Eugen von Mazenod

(*1. August 1782 in Aix-en-Provence) ist der Gründer der Oblati Mariae Immaculatae (OMI), die von Beginn an bis zum Jahr 2005 unsere Gemeinde seelsorgerisch betreuten. Zum Anlass seiner Heiligsprechung 1995 wurde in unserer Kirche sein Portrait als Mosaik des Künstlers Pater Engelbert Machinia, OMI, in der Kirche angebracht.  

Planung und Bau

Im Jahre 1962 wurde ein Architektenwettbewerb zum Bau der Kirche ausgeschrieben. Kloster/Kirche und auch die geplante Schule sollten in einer Einheit gebaut werden.

Im Juni 1968, am Vortag des Dreifaltigkeitsfestes erfolgte die Grundsteinlegung und bereits im Oktober konnte das Richtfest im neu errichteten Kirchenraum gefeiert werden.

1969 errichtete der damalige Bischof Dr. Carl Josef Leiprecht die katholische Stadtpfarrei Zur Heiligsten Dreifaltigkeit. Die Christmette wurde in diesem Jahr in der noch unvollendeten Kirche gefeiert.

Am 10. Mai 1970 wurde das neue Gotteshaus feierlich von Bischof Leiprecht eingeweiht.

Auf den Bau eines Glockenturmes und den Einbau der Orgel wurde aus Kostengründen vorläufig verzichtet. Am 7. November 1999 wurde die neue, speziell für die Dreifaltigkeitskirche geplante und konstruierte Orgel von Domkapitular Georg Kopp feierlich geweiht.