Pfarrkirche St. Gallus

Rißegg erinnert mit seinem Kirchenpatron Gallus an die früheste Zeit der oberschwäbischen Geschichte. Hierher flohen die katholischen Priester Biberachs, als sie durch die zwinglianische Reform aus der Stadt vertrieben wurden. Hier, in ihrem eigenem Kirchensprengel, aber unter einem unabhängigen Ortsherrn, warteten sie auf bessere Zeiten, die dann auch wieder kamen. 

Die Chronik der Kirche geht auf das 12. Jahrhundert zurück. 1129 wird das Gebäude erstmals als Sitz des Ortsadels Rusegg erwähnt. Rißegg gehörte damals zur Herrschaft Warthausen, wird aber bereits 1353 als "Filial von Biberach" bezeichnet und kam 1493 an die Kirchenpflege Biberach. Im 15. Jahrhundert wird die Kirche erstmal als "Katholische Kapelle ad S. Gallum" bezeichnet. Die Kirche wurde 1882 wieder hergestellt, in den Jahren 1938/39 umgebaut und erweitert, 1977/78, 1993/94 und 2015 innen, sowie 1992 außen renoviert. 

  • Chorgestühl: 15. Jahrh., mit trefflichem, naturalistischem, flachem Blattornament Holzskulptur: Heiliger Nikolaus, Ende 15. Jahrh.
  • Relief Geburt Christi: (nach Probsts Angabe zu den vier Passionsreliefs am Hochaltar in Mettenberg gehörig) Anfang 16. Jahrh.
  • Holzskulptur: Auferstehender Christus; 18. Jahrh. 
  • Hängekruzifixus im Chorbogen: 18. Jahrh.
  • Pieta Vorraum: 18. Jahrh.

    (Quelle: "Die Kunst - WD Altertumsdenkmale")

Kapelle St. Wendelin

Die Rindenmooser St. Wendelin Kapelle wurde erstmals im Jahr 1812 erwähnt im Diözesenarchiv Rottenburg am Neckar. Die Kapelle hatte einen Kirchenraum von barockem Zuschnitt, der am westlichen Ende einen Dachreiter mit einem Glöckchen trug. Die ältere Kapelle wurde vor 1854 abgebrochen, der an ihrer Stelle errichtete Neubau 1854 geweiht. 1892 war die erste Renovation. Im Jahr 1923 wurde die Sakristei angebaut. Der Dachstuhl wurde 1947-48 ausgebessert. Die letzten Renovationsarbeiten wurden vom 19. August 1987 bis 18. Januar 1989 durchgeführt. Am 20. Januar 1989 war eine Feier der Altarbenediktation der St. Wendelinus-Kapelle.