11. November – Festtag des Heiligen Martin


Um das Jahr 317 wurde Martin in einer Stadt im heutigen Ungarn geboren. Sein Vater war dorthin als römischer Offizier versetzt worden. Auf Wunsch seines Vaters, musste Martin mit 15 Jahren Soldat werden. Er kam in die kaiserliche berittene Gardetruppe mit der er ins heutige Frankreich geschickt wurde. Eines Tages, als Martin durch die Stadttore von Amiens ritt, sah er dort einen Bettler sitzen, der vor Kälte zitterte. Martin überlegte nicht lange und teilte seinen Mantel in der Mitte und gab sie dem Bettler. In der Nacht träumte Martin, dass Jesus vor ihm stand und dieser die Mantelhälfte trug, die er dem Bettler am Stadttor gegeben hatte.

Von diesem Erlebnis fühlte sich Martin so angesprochen, dass er den Wunsch hatte, Christ zu werden. Er ließ sich taufen und trat aus dem Heer aus. Als Mönch gründete er bald ein Kloster in Gallien und etwas später wurde er zum Bischof von Tours gewählt. Als Bischof von Tours wurde der Heilige Martin über achtzig Jahre alt. Er starb wahrscheinlich am 11. November. Und weil er so ein guter und frommer Mann war, verehrten ihn die Menschen sehr und sagten: “Er war ein großer Freund Jesu. Er liebte die Menschen. Nun ist er bei Gott. Aber er vergisst uns nicht. Er bleibt uns nahe.
 

Guter Gott, lieber Vater im Himmel!
Öffne unsere Augen, dass wir sehen, wenn einer in Not ist.
Öffne unsere Ohren, dass wir hören, wenn einer unsere Hilfe braucht.
Öffne unsere Herzen, dass fremde Not uns nicht gleichgültig lässt.
Öffne unsere Hände, dass wir denen geben, die es nicht so gut haben wie wir.
Öffne unseren Mund, dass wir denen Mut zusprechen, die Angst haben oder traurig sind.
Lenke unsere Füße, dass wir mit denen gehen, die allein sind und den Weg nicht kennen.
Du bist uns nahe in deinem Sohn. Er sei unsere Hilfe bei diesen vielen kleinen Schritten, er, der mit dir lebet und herrscht in Ewigkeit.

Amen

Pfarrer Stefan Ruf