Seelsorge in neuen Strukturen
Dieser Prozess betrifft alle Kirchengemeinden und Seelsorgeeinheit in unserer Diözese Rottenburg-Stuttgart. Ziel des Programms „Seelsorge in neuen Strukturen“ ist es, den veränderten pastoralen Anforderungen gerecht zu werden, die rückläufigen Finanz- und Personalressourcen zukunftsfähig zu verwenden und pastorales Personal und Ehrenamtliche von Verwaltungsaufgaben zu entlasten.
Hierzu werden aus den aktuellen 1.020 Kirchengemeinden in der Diözese Rottenburg-Stuttgart bis zum Jahr 2030 50 bis 80 neue Kirchengemeinden (Raumschaften) durch Union gebildet.
In den neuen Kirchengemeinden wird Seelsorge vernetzt und Kirche an vielen Orten nahe bei den Menschen und ihren Lebenswirklichkeiten ermöglicht. Die aktuellen Kirchengemeinden bleiben als Kirchorte zusammen mit anderen kirchlichen Akteur:innen und Orten – etwa Jugendreferaten oder muttersprachlichen Gemeinden, Wallfahrtsorten, Verbänden oder caritative Einrichtungen – wichtige Orte des kirchlichen Lebens. Auch in den größeren Kirchengemeinden haben Katholik:innen die Möglichkeit, vor Ort Verantwortung zu übernehmen, beispielsweise in Kirchortausschüssen, Kirchortteams oder Themenausschüssen. Die neuen Kirchengemeinden sind rechtlich eine Kirchengemeinde und verstehen sich ihrem Auftrag nach als Seelsorgeräume mit gemeindlichen und thematischen Kirchorten.
Im Jahr 2026 startet die erste Phase der Umsetzung mit der Umschreibung der neuen Kirchengemeinden. Wie die neuen Kirchengemeinden aussehen können, wird zunächst gemeinsam vor Ort entwickelt, beraten und diskutiert. Dabei werden verschiedene Kriterien wie Bezugspunkte der Menschen vor Ort, bestehende Kooperationen, Unterschiede zwischen Stadt und Land oder Entfernungen zwischen den Kirchorten innerhalb der neuen Kirchengemeinden berücksichtigt. Erste Vorschläge der Kirchengemeinden für die neuen Kirchengemeinden werden Anfang Mai 2026 zuerst zu einem Dekanatsvorschlag, dann zu einem diözesanweiten Vorschlag zusammengeführt. Nach weiteren Beratungen und der Klärung noch offener Fragen geben die Gemeinden bis September ihre Voten ab, die fachlich geprüft und Ende November dem Diözesanrat zur Beratung vorgelegt werden. Auf dieser Grundlage entscheidet Bischof Dr. Krämer im Dezember 2026 und die zukünftige Landkarte der Diözese Rottenburg-Stuttgart steht.
Im Januar 2027 beginnt die Phase der die Bildung der neuen Kirchengemeinden, in der die beteiligten Kirchengemeinden gleichberechtigt und gemeinsam für ihre jeweilige neue Kirchengemeinde eine Gründungsvereinbarung erstellen und beschließen.
Informationsvideo zu "Seelsorge in neuen Strukturen": Umschreibung der neuen Kirchengemeinden | DRS
Offizielle Website der Diözese Rottenburg-Stuttgart zu dem Thema: Seelsorge in neuen Strukturen - Seelsorge in neuen Struktur
Informationen zum Thema auch über die Seite des Dekanats Biberach: Kirche der Zukunft - Katholisches Dekanat Biberach
Seelsorge in neuen Strukturen - In einfacher Sprache
Was bedeutet das für unsere Kirchengemeinden im Dekanat Biberach bzw. unserer Seelsorgeeinheit Biberach?
Seelsorge in einem Netzwerk
Künftig wird es nicht mehr nur die eine Kirche vor Ort geben. Geplant sind neue große Kirchengemeinden, die als Netzwerke funktionieren, mit einem oder mehreren Pfarrern oder Pfarrbeauftragten in der Leitung. Kirchen mit ihren Gemeinden und Seelsorgezentren wie Caritas, Wallfahrtsorte und Ordenszentren sind dabei die zwei Säulen, auf die die Gläubigen zukommen können. Viel Verantwortung und Tatkraft liegen dabei bei den Ehrenamtlichen, die vor Ort Bedürfnisse der Menschen erkennen und in einzelnen Aktivitäten kirchliches Leben wachhalten müssen.
Wie kann man aus 22 Seelsorgeeinheiten sieben “Gemeinden” (Raumschaften) machen? Wer ist eher Landgemeinde oder möchte zu einer Stadt gehören?
Katholikenzahlen, die Anzahl von Taufen, Firmungen und Beerdigungen können dabei gute Anhaltspunkte sein.
Planungen mit Landkarte
Die Steuerungsgruppe des Dekanates, zu der auch Dekanatsratsvorsitzender Albert Diesch und Dorothea Treiber und Claudia Kutscher vom Diözesanrat gehören, haben drei Vorschläge als Diskussionsgrundlage entwickelt. Die Verantwortlichen im Dekanat fordern die Gemeinden auf: „Diskutieren Sie vor Ort, was Sinn macht und was für Sie der richtige Weg ist“


